Erdschrauben als innovative Lösung für Ladeparks in Bayern: So sichern Sie sich Vorteile in der Bauwirtschaft und reduzieren CO₂-Emissionen
Wussten Sie schon?
Marktumfeld und Planungsvorgaben für Erdschrauben Ladepark
Das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 mindestens eine Million öffentlich zugängliche Ladepunkte zu errichten, verändert die Zeitschiene vieler Bauherren grundlegend. Parallel verpflichtet die EU-Gebäuderichtlinie gewerbliche Parkflächen ab 2025 zu einer Mindestanzahl an Schnellladepunkten. Wer Ladehubs mit 150 kW bis 400 kW pro Stellplatz realisiert, muss Tragwerk, Brandschutz und Genehmigungsweg früh verknüpfen, um Förderfenster effizient zu nutzen. Die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV-TB) lässt eine Gründung mit Geoschrauben zu, sofern Standsicherheitsnachweise nach Eurocode 7 vorliegen. Eine Rammsondierung oder ein dynamischer Lastplattentest genügt in der Regel, um die Bodengruppe zu verifizieren. Damit entsteht eine belastbare Datenlage für ein Schraubfundament E-Mobilität, das ohne Aushub in den Untergrund eingedreht wird und sofort volle Tragfähigkeit erreicht.
Einfluss der CO₂-Bilanz auf Investitionsentscheidungen
Nachhaltigkeitskriterien gewinnen auch bei Banken an Gewicht. Während ein konventionelles Betonfundament pro Kubikmeter rund 330 kg CO₂ verursacht, lässt sich der Footprint eines Erdschrauben Ladepark um bis zu 60 % reduzieren. Das rückbaufähige System wird in Risiko-Scorings positiv bewertet, weil es Restwerte schafft und spätere Standortverlagerungen zulässt. Institutionelle Investoren im Logistik- und Retail-Segment fordern deshalb Nachweise für Kreislauffähigkeit bereits in der Vor-Projektphase.
Technische Anforderungen an ein Schraubfundament E-Mobilität
Der Lastfall einer Schnellladesäule unterscheidet sich deutlich von klassischen Lichtmasten oder Verkehrsbeschilderungen. Neben der Eigenlast und Windlast wirken dynamische Kräfte durch das Ankuppeln schwerer Ladekabel sowie Schwingungen der Dachkonstruktion bei Solarcarports. Eine typische NC-Erdschraube mit 76 mm Rohrdurchmesser erreicht in mittelsandigem Boden eine vertikale Tragfähigkeit von bis zu 2,79 t und eine horizontale Tragfähigkeit von 1,1 t. Die Bemessung erfolgt nach DIN EN 1997-1, wobei die Teilsicherheitsbeiwerte γₘ und γₛ projektspezifisch anzusetzen sind. Zusätzliche Reserven werden durch längere Verankerungstiefen oder größere Flanschplatten realisiert, ohne dass das Fundament Ladestation groß an Fläche zunimmt.
Korrosionsschutz und Lebensdauer
Feuerverzinkung nach DIN EN ISO 1461 bildet den Standard für Erdschrauben im Außenbereich. In küstennahen Regionen oder Flächen mit Streusalzexposition kann eine Duplex-Beschichtung den Zinkabtrag um den Faktor drei verlangsamen. Die rechnerische Nutzungsdauer liegt bei über 50 Jahren, sodass Betreiber die Abschreibungszeit parallel zu den Ladesäulen ansetzen können. Eine regelmäßige Sichtkontrolle der Flanschbereiche genügt, um Korrosionsfortschritt zu dokumentieren.
Montageablauf und Bauzeitenoptimierung
Ein Kettenfahrwerk mit hydraulischem Eindrehkopf setzt pro Stunde bis zu zehn Fundamente, abhängig von Bodenklasse und Schraubenlänge. Auf innerstädtischen Flächen minimiert die schlanke Maschine die Verkehrsbehinderung; ein Full-Size Betonmischer entfällt komplett. Wetterunabhängigkeit stellt einen weiteren Zeitvorteil dar: Weil kein Abbinden notwendig ist, kann unmittelbar nach dem Eindrehen der Erdschrauben das Tragwerk für Solarcarports montiert werden. In der Praxis verkürzt sich der kritische Pfad um durchschnittlich zwölf Arbeitstage gegenüber einer Betongründung.
Logistische Schnittstellen
Die Schrauben werden im Regelfall vorkonfektioniert auf Gestellen angeliefert und direkt von der Rampe ins Baufeld verfahren. Dadurch verringern sich Lagerflächen, was insbesondere auf Bestandsparkplätzen mit laufendem Kundenverkehr relevant ist. Projektierer können über pillar-de.com Varianten mit integrierten Kabelkanälen anfragen, um Gleichstrom-Leitungen unterirdisch zu führen und Kreuzungen mit Fahrwegen zu vermeiden.
- Maximale Durchführungsdauer für 60 Doppellader: ca. 5 Arbeitstage
- Personaleinsatz: 1 Maschinist, 3 Monteure, 1 Fachbauleiter
- Geräuschpegel während des Eindrehens: < 85 dB(A) bei 7 m Abstand
- Zertifizierter Rückbau ohne Betonabbruch möglich
„Die reversible Gründung spart im Schnitt 38 % Montagekosten und verbessert den ESG-Score eines Ladehubs signifikant.“ – Auswertung von 27 Referenzprojekten der letzten 18 Monate
Genehmigungsmanagement und Bauordnungsrecht
Viele Bundesländer verlangen für Ladehubs mittlerweile ein vereinfachtes Verfahren nach § 62 bzw. § 63 der jeweiligen Landesbauordnung, wenn die Bauherrschaft Nachweise zu Tragwerk, Brandschutz und Oberflächengestaltung gebündelt einreicht. Für einen Erdschrauben Ladepark entsteht dadurch ein Zeitfenster von durchschnittlich nur sechs bis acht Wochen bis zur Baugenehmigung. Da keine Bodenversiegelung im Sinne des WHG erfolgt, entfallen häufig wasserrechtliche Verfahren; die Behörden akzeptieren stattdessen ein versickerungsfähiges Schotterplanum. Die Teilbaugenehmigung für medienführende Schachtbauwerke lässt sich parallel beantragen, wodurch Planungsteams den kritischen Pfad zusätzlich verkürzen. Wichtig ist, dass die prüffähige Statik bereits eine Frosttiefe von 0,80 m dokumentiert, um den länderspezifischen Frost-Tausalz-Erlasses gerecht zu werden.
Statischer Nachweis und Prüfdokumentation
Die statische Berechnung für ein Schraubfundament E-Mobilität folgt der Nachweisführung nach DIN EN 1997-1 in Verbindung mit dem nationalen Anhang. Neben der Grenzzustandsbemessung GEO-2 für die Bodenpressung gewinnen Schwingungsnachweise an Bedeutung, da ultraschnelle Ladegeräte bis zu 35 kg schwere Kabelhandstücke aufweisen. Die Eigenfrequenz der Trägerkonstruktion sollte deshalb oberhalb von 3 Hz liegen; hierzu werden in der Regel längere Schaftprofile gewählt oder Flanschkreuze mit rückversteifenden Stegen eingesetzt. Betreiber sichern sich so gegen Mikrorisse an den Steckverbindern ab und verlängern die Wartungsintervalle der Ladetechnik. Der prüffähigen Dokumentation sind ein Kalibrierschein der Drehmomentmesskette sowie das Protokoll der dynamischen Lastplattentests beizufügen, um die Gleichwertigkeit gegenüber einer Betongründung eindeutig zu belegen.
Kostenstruktur und ESG-relevante Kennzahlen
Im Investitionsplan unterscheiden sich die Fundamentkosten kaum von konventioneller Bauweise; die Einsparungen treten vielmehr im Cashflow der ersten fünf Jahre auf. Da das Fundament Ladestation groß weder Aushub noch Entsorgung von Oberboden erfordert, sinken die Baustellen-Nebenkosten um rund 22 %. Die Kapitalbindungsdauer verkürzt sich, weil der Ladehub mehrere Wochen früher in Betrieb geht und Erlöse aus dem Stromverkauf generiert. Für ESG-Berichte lässt sich der vermiedene Beton durch EPD-Kennwerte in CO₂-Äquivalenten ansetzen; typische Projekte reduzieren den Scope-3-Footprint der Errichtungsphase um 18–24 %. Kreditinstitute honorieren dies zunehmend mit Zinsabschlägen im Rahmen grüner Kredite, sofern die Messmethodik geprüfter Umweltgutachter vorliegt.
Brandschutz- und Blitzschutzintegration
Bei Schnellladestationen oberhalb von 150 kW schreibt die Muster-Industriebaurichtlinie eine Feuerwiderstandsdauer von mindestens 90 Minuten für tragende Bauteile vor. Durch die nicht brennbare Stahlkonstruktion erreicht das Schraubfundament bereits R90, sodass lediglich die Ladesäule selbst gekapselt werden muss. Für den direkten Blitzschutz wird nach DIN EN 62305 eine Fangstange mit Schutzwinkel 45° installiert; der Potentialausgleich erfolgt über eine leitende Verbindung zwischen Schraubflansch und Erdungsband. Die Erdungslänge je Fundament wird vom Sachverständigen anhand der Bodenwiderstandsmessung dimensioniert, meist 7–10 m verzinktes Rundstahl. Das System bleibt damit wartungsarm und erfüllt die Anforderungen der VDE 0100-722 zur sicheren Energieversorgung von Ladepunkten.
Rückbaukonzepte und Zweitnutzung
Die Reversibilität der Gründung ermöglicht eine sortenreine Demontage ohne Baggereinsatz. Hydraulische Ausdrehköpfe lösen eine 2-m-Schraube in weniger als zwei Minuten; die entstehende Bohrschnecke wird durch Verdüngerung verfüllt oder als Kabelführung für neue Infrastruktur genutzt. Ausgedrehte Schrauben lassen sich nach Sichtprüfung wiederverwenden, was insbesondere bei temporären Logistikflächen einen erheblichen Wiederverkaufswert schafft. Neben dem Verkauf ist auch eine Zwischenlagerung auf Gestellen möglich; die Kompaktmaße reduzieren Logistikkosten um bis zu 40 % gegenüber Betonfundamenten gleicher Tragklasse.
Fazit
Ein Erdschraubenfundament beschleunigt Genehmigung und Bauausführung, senkt CO₂-Emissionen sowie Lebenszykluskosten und schafft über seine Reversibilität zusätzliche Asset-Sicherheit. Unternehmen, die kurzfristig Schnellladeinfrastruktur installieren möchten, sollten frühzeitig die statische Bemessung nach Eurocode 7 beauftragen, prüffähige Dokumente bündeln und den Blitzschutz ins integrale Planungskonzept aufnehmen. Dadurch lassen sich Bauzeiten optimieren, ESG-Vorgaben erfüllen und Finanzierungsvorteile realisieren.
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