Aug. 24, 2025

Erdschrauben als nachhaltige Lösung für Notunterkünfte: So transformiert die Bauwirtschaft in Bayern Krisenmanagement mit flexiblen Fundamenten

Wussten Sie schon?

Schraubfundament Shelter: aktueller Marktbedarf und Einsatzfelder

Hohe Starkregenfrequenz, zunehmende Waldbrandrisiken und weltweite Lieferkettenstörungen verschärfen den Bedarf an temporären Bauwerken, die binnen weniger Tage betriebsfähig sind. Kommunen, Hilfsorganisationen und Industrieparks suchen daher tragfähige Lösungen, mit denen Einsatzleitstellen, Logistik-Hubs oder medizinische Stationen kurzfristig errichtet werden können. Für Betreiber von Photovoltaik-Freiflächenanlagen, Agri-PV oder Solarcarports ergibt sich zugleich die Chance, Energieinfrastruktur in dasselbe Tragwerk einzubinden. Ein Schraubfundament Shelter bietet dafür eine modulare Basis, die ohne schweres Gerät auskommt und sowohl auf Grünflächen als auch auf bereits versiegeltem Terrain installiert werden kann.

Die Nachfrage spiegelt sich in aktuellen Prognosen wider: Nationale Szenarien zum Bevölkerungsschutz kalkulieren zehntausende zusätzliche Unterkünfte, während der PV-Zubau laut Marktanalysen jährlich zweistellig wächst. Facility-Manager großer Gewerbeareale nutzen das System, um Spitzenlasten in der Logistik abzufangen, während Flughäfen Interimsgebäude für Passagierabfertigung errichten. Private Bauherren wiederum integrieren überdachte Stellplätze mit Ladeinfrastruktur direkt in ihr Energiekonzept, ohne später kostspielige Rückbauarbeiten einplanen zu müssen.

Erdschrauben Notunterkunft: technische Grundlagen und Normbezug

Das Tragwerk basiert auf rotationssymmetrischen Stahlpfählen, die mittels hydraulischem oder elektrischem Drehmoment in den Boden eingedreht werden. Durch das Gewinde entsteht eine form- und kraftschlüssige Verbindung, die sofort nach Einbau belastbar ist. Gleichzeitig entfällt der Aushärteprozess, der bei herkömmlichen Betonfundamenten mehrere Tage in Anspruch nimmt. Für Erdschrauben Notunterkunft werden üblicherweise Durchmesser von 57 mm bis 114 mm eingesetzt; die Auswahl richtet sich nach Lastfall, Bodenklasse und Nutzungsdauer.

Statische Bemessung und Prüfnachweise

Planungsgrundlage ist eine Bodenuntersuchung gemäß DIN 4020, ergänzt durch Zugversuche nach DIN 1054. Aus Schneelast, Windzone und Nutzlast wird die erforderliche Einbindetiefe abgeleitet. Hersteller bieten vorkonfigurierte Statikpakete an, welche die Bemessung nach Eurocode 7 abdecken und eine CE-Kennzeichnung nach EN 1090 einschließen. Für die Zielgruppe mit sechsstelligen Investitionsvolumina bedeutet dies verkürzte Genehmigungszeiten, da sich Bauaufsichtsbehörden an standardisierten Prüfberichten orientieren können.

Material und Korrosionsschutz

Die Schraubpfähle bestehen zumeist aus S235- oder S355-Stahl und sind feuerverzinkt nach DIN EN ISO 1461. In Küstennähe oder chemisch belasteten Standorten wird optional eine Duplex-Beschichtung aufgebracht. Die Bemessung geht von einer Nutzungsdauer bis 60 Jahren aus; für temporäre Projekte kann der Rückbau jederzeit durch einfaches Ausdrehen erfolgen, sodass eine Wiederverwendung ohne Qualitätsverlust möglich ist.

Fundament Krisengebiet: Logistik-, Umwelt- und Kostenaspekte

Das Fundament Krisengebiet bringt wesentliche logistische Vorteile mit sich. Da kein Aushub anfällt, entfällt der Abtransport von Bodenmaterial, was die Baustellenkoordination in schwer zugänglichen Regionen erleichtert. Eine Zwei-Personen-Kolonne setzt bei mittlerer Bodenklasse bis zu 120 Schrauben pro Arbeitstag. Für ein Shelter mit 300 m² Grundfläche lässt sich damit die Gründung in weniger als einer Woche abschließen. Die sofortige Belastbarkeit verkürzt den Gesamtbauablauf um bis zu 70 Prozent im Vergleich zu Beton.

Ökologisch liefert das Schraubfundament Shelter eine deutliche Reduktion der CO₂-Bilanz, da Zementherstellung entfällt und Transportmassen geringer ausfallen. Zusätzlich kann dieselbe Infrastruktur für PV-Module genutzt werden, wodurch Container-Unterkünfte oder Lagerzonen autark mit Strom versorgt werden. Betreiber steigern damit ihre Resilienz gegenüber Netzstörungen und erreichen Vorgaben aus ESG-Berichtspflichten schon in der Errichtungsphase.

Die Kostenstruktur verschiebt sich von CAPEX zu OPEX: Während der Materialeinsatz geringer ist, steigen die Anforderungen an präzise Bodenanalysen und Planungsleistungen. Dennoch liegen die Gesamtkosten wegen der entfallenden Erdarbeiten und des schnelleren Projektabschlusses häufig unter denen konventioneller Fundamente. Bei temporärer Nutzung lassen sich die Erdschrauben nahezu verlustfrei rückgewinnen, wodurch Restwerte im Anlagenvermögen realisierbar sind.

Genehmigungs- und Ausschreibungsprozesse

Die Realisierung eines Schraubfundament Shelter verläuft im Regelfall innerhalb des vereinfachten Genehmigungsverfahrens nach Landesbauordnung, sofern keine Sondernutzungen wie Gefahrstofflager oder Versammlungsstätten geplant sind. Wesentliche Unterlagen umfassen den Standsicherheitsnachweis auf Basis Eurocode 7, den Brandschutzplan sowie eine bodenmechanische Kurzexpertise. In zahlreichen Bundesländern akzeptieren Bauaufsichtsbehörden Typenstatiken, wodurch die Bearbeitungsdauer auf wenige Wochen sinkt. Für öffentliche Auftraggeber ist darüber hinaus die Einhaltung der VgV relevant: Im Rahmen offener Verfahren lassen sich Schraubfundamente als funktionale Leistung ausschreiben, wodurch spätere Anbieterwechsel möglich bleiben. Praxisbeispiele zeigen, dass die Kombination aus vorgeprüfter Statik und modularer Bauweise den Planungsaufwand im Vergleich zu Betongründungen um bis zu 30 % verringert.

Montageablauf und Qualitätskontrolle

Die Baustelle wird zunächst mit GPS-gesteuertem Roversystem eingemessen, um Achs- und Höhenlagen der Pfähle millimetergenau zu definieren. Anschließend erfolgt das Vorbohren in schwer verfestigten Böden, bevor ein hydraulischer Einschraubadapter das Fundament bis zur Solltiefe versenkt. Jede Schraube wird mit einem Drehmomentprotokoll dokumentiert, das den Übergang von Setz- zu Scherfestigkeit digital erfasst. Qualitätsmanager überprüfen stichprobenartig die Einbindelänge mittels Ultraschall-Penetrationstests. Bei einem typischen Fundament Krisengebiet können so Tagesleistungen von 1 500 kN installierter Tragfähigkeit erzielt werden, ohne dass nachträgliche Vergütungsmaßnahmen erforderlich sind.

Integration von Energie- und Kommunikationstechnik

Für Betreiber kritischer Infrastrukturen steht die Kopplung der Gründung mit Photovoltaik-Komponenten im Fokus. Die Pfahlköpfe lassen sich werkseitig mit Schienenaufnahmen für Modulreihen, Kabelkanäle und Überspannungsschutz versehen. Gleiches gilt für Antennenmasten oder Richtfunkspiegel, die im Rahmen einer Erdschrauben Notunterkunft sofort mit montiert werden können. Die elektrische Schutzerdung erfolgt hierbei über die Pfahlgruppe selbst; Messungen zeigen Erdungswiderstände unter 10 Ω bei mittleren Bodenleitfähigkeiten. Das Ergebnis ist ein autarkes Gesamtsystem, das Notstromaggregate, Batteriespeicher und IT-Racks auf einer gemeinsamen Tragstruktur vereint.

Betrieb, Wartung und Lebenszykluskosten

Während der Nutzungsphase beschränken sich die Inspektionsarbeiten auf eine visuelle Kontrolle der korrosionsrelevanten Zonen sowie ein Drehmoment-Sampling von 5 % der Pfähle. Erfahrungswerte aus Logistikzentren belegen Wartungsbudgets von unter 0,3 % des Investitionsvolumens pro Jahr. Für den Korrosionsschutz sind Revisionsintervalle von zwölf Jahren vorgesehen; hierbei lässt sich der Zinkschichtverlust mittels magnetinduktiver Messverfahren quantifizieren. Betreiber verzeichnen durch die frühzeitige Integration von PV-Erträgen zudem einen schnelleren Break-Even, da Lastspitzen der Verbraucher unmittelbar gedeckt werden können.

Rückbau und Zweitverwertung

Nach Ablauf der Nutzungsdauer wird der Einschraubadapter invers betrieben, um die Pfähle mit geringer Bodenverdrängung auszudrehen. Auf unversiegelten Flächen ist eine Wiederherstellung des Ausgangszustands ohne Bodenaustausch möglich. Rückgewonnene Stahlkomponenten erzielen auf dem Sekundärmarkt derzeit Wiederverkaufsquoten von bis zu 60 % des Neuwerts. Im industriellen Kontext führt dieser Rückbauansatz zu einer signifikanten Absenkung der Scope-3-Emissionen und erfüllt die Kriterien gängiger Circular-Economy-Zertifikate.

Fazit

Schraubfundamente eröffnen für temporäre Gebäude im Krisen- und Industriekontext eine genehmigungsfreundliche, logistisch flexible und ökonomisch belastbare Lösung. Das System reduziert Bauzeit und CO₂-Footprint, erlaubt die direkte Integration von Strom- und Dateninfrastrukturen und bleibt dank einfacher Demontage werthaltig. Unternehmen mit hohem Kapitalbedarf profitieren insbesondere von verkürzten Planungsprozessen und planbaren Lebenszykluskosten. Entscheider sollten frühzeitig Typenstatiken prüfen, Monteure auf digital gestützte Qualitätsverfahren schulen und Rückbauoptionen vertraglich absichern, um maximale Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu erzielen.

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