Erdschrauben als revolutionäre Fundamentlösung: Wie Bayern im Sport- und Solarcarportbau CO₂-Emissionen senkt und Bauzeiten verkürzt
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Erdschrauben als Fundament im Sport- und Solarcarportbau
Die Nachfrage nach flexiblen Fundamentlösungen steigt in allen Segmenten des Sport- und Energiebaus. Während Kommunen den Umbau veralteter Arenen beschleunigen, planen Industrie und Handel großflächige PV-Carports für Parkareale. In beiden Fällen entscheiden sich Projektentwickler zunehmend für Erdschrauben Sportbau, weil sie Beton ersetzen, Bauzeiten verkürzen und die CO₂-Bilanz verbessern. Ein Schraubfundament bietet unmittelbar nach dem Eindrehen volle Tragfähigkeit – ein wesentlicher Vorteil bei engen Terminplänen im Turnierbetrieb oder bei der Inbetriebnahme neuer Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge.
Für einen typischen Solarcarport mit 4,20 m Dachhöhe genügt eine Schraubserie der Dimension NC-76, um Pfostenlasten von bis zu 28 kN aufzunehmen. Im Stadionumfeld liegen die Horizontallasten höher: Ein Fundament Stadion mit Flutlichtmast erfordert je nach Windzone bis zu 75 kN aus Kippmoment, was durch kombinierte Doppelschrauben erreicht wird. Die statische Berechnung erfolgt nach Eurocode 3 und integriert die lokalen Daten aus DIN 1055-4 (Wind) und DIN 1055-5 (Schnee). Bauherren erhalten so eine prüffähige Dokumentation, die das Genehmigungsverfahren bei Baubehörden vereinfacht.
Technische Grundlagen und Normen im Überblick
Lastabtragung und Bemessung
Schraubfundamente übertragen axiale und laterale Kräfte über die Mantelfläche sowie über die geschweißten Helixplatten in den Baugrund. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Schraubendurchmesser, Einbindetiefe und Bodenklasse. Für ein Schraubfundament Sportplatz in Bodenklasse 4 (mittelverdichteter Lehm) reicht eine Einbringtiefe von 1,60 m, um Tribünenlasten bis 12 kN pro Stütze aufzunehmen. Bei PV-Carports auf versiegelten Betonpflasterflächen wird häufig eine geringere Tiefe gewählt, weil der Verbau bereits eine höhere Blockreibung erzeugt. In beiden Fällen ermöglicht das reversible System spätere Anpassungen, ohne neue Gründungsarbeiten auszulösen.
Genehmigungsrelevante Vorschriften
Die meisten Landesbauordnungen erkennen Erdschrauben als „nicht linienförmig lagernde, lösbare Fundamente“ an. Dieser Status vereinfacht insbesondere temporäre Bauten wie Veranstaltungsbühnen oder mobile Tribünen. Für dauerhafte Anlagen greift DIN 18035-2 bei Sportaußenflächen: Sie fordert ein wasserdurchlässiges Aufbausystem, das durch die punktuelle Gründung des Schraubfundaments ohne zusätzliche Rigolen erfüllt wird. Bei Solarcarports in Gewerbegebieten spielt die LBO-Novelle 2022 eine Rolle, da sie Versiegelungen minimieren und Emissionen senken soll. Hier liefert ein Solarcarport Fundament aus Stahl die nötige Nachweisführung über reduzierte Graue Energie, weil kein Ortbeton verwendet wird.
Projektwirtschaftliche Effekte
Im kommunalen Sportstättenprogramm „Sanierung 2030“ entfallen bis zu 35 % der Zuschüsse auf emissionsarme Gründungsverfahren. Die Kombination aus Erdschrauben Sportbau und energieerzeugendem PV-Carport maximiert diesen Effekt, da sowohl Fundament als auch Überdachung zur CO₂-Reduktion beitragen. Ein Beispiel: Bei 120 Stellplätzen generiert eine 325 kWp-Anlage jährlich rund 310 MWh Strom, während der Verzicht auf 150 m³ Beton etwa 27 t CO₂ vermeidet. Diese Zahlen lassen sich im Förderantrag direkt als Primärenergiefaktor ansetzen. Unternehmen profitieren zusätzlich von verkürzten Bauzeiten; ein Zwei-Mann-Team installiert bis zu 90 Schrauben pro Arbeitstag, wodurch Tieferbau- und Betonkolonnen entfallen.
Supply-Chain-Optimierung
Wer Beschaffungs- und Montageprozesse bündelt, senkt Lager- und Transportkosten. Das gleiche Schraubfundament Sportplatz kann im nächsten Bauabschnitt als Basis für Laternen oder Kamerakästen dienen, da lediglich der Kopfadapter getauscht wird. Logistikunternehmen nutzen diesen Modularitätsvorteil, um Parkflächen sukzessive mit PV-Carports zu überbauen, ohne den laufenden Betrieb zu stören. Die standardisierte Geometrie erlaubt es, Serienfertigung und Just-in-Time-Lieferung zu kombinieren, was Investitionsrisiken reduziert und Preisschwankungen bei Beton umgeht.
Geotechnische Vorerkundung und Prüfverfahren
Die Tragfähigkeit einer Schraubgründung steht und fällt mit der Bodenansprache. Vor dem Eindrehen werden in der Regel Rammsondierungen nach EN ISO 22476-2 durchgeführt, um Eindringwiderstände sowie Lagerungsdichten zu ermitteln. Ergänzend liefert ein Plattendruckversuch nach DIN 18134 belastbare Kenngrößen für die Setzungsprognose. Das Prüfszenario wird projektspezifisch modelliert: Für ein Fundament Stadion in Windzone 4 liegt der Prüfdruck häufig 25 % über dem Bemessungswert, um Sicherheitsbeiwerte aus Eurocode 7 abzudecken. Bei Geländeumbauten im Bestand gelten zusätzliche Auflagen zur Erschütterungsüberwachung, damit angrenzende Infrastruktur nicht beeinträchtigt wird.
Montageverfahren und Qualitätssicherung
Der Maschinenpark reicht von handgeführten Drehmomentstützen bis zu kinematisch geführten Raupenbohrern mit integrierter GPS-Positionierung. Ein Torque-Monitoring zeichnet während des Einbringens das Drehmoment in Echtzeit auf und korreliert es mit der Schubkraft. Liegt der Messwert unter dem projektierten Minimum, ermöglicht das System ein sofortiges Nachdrehen oder einen Standortwechsel. Die Dokumentation geht digital an die Bauleitung und dient als Nachweis gegenüber Prüfingenieuren. Bei einem Schraubfundament Sportplatz werden darüber hinaus Stichproben mittels Zugversuchen beprobt; die Grenzverformung liegt üblicherweise bei 5 mm unter Teillast.
Brandschutz- und Blitzschutzanforderungen
Photovoltaikdächer gelten baurechtlich als erhöhte Brandlast. Die Landesbauordnungen fordern daher einen funktionsfähigen Blitzschutz, der auch die Gründung einschließt. Stahlschrauben übernehmen hier die Rolle eines natürlichen Ableiters, sofern sie leitend miteinander verbunden sind und eine Einbindetiefe von mindestens 1,50 m in feuchtem Boden erreichen. Für Erdschrauben Sportbau mit integrierten Kabelkanälen wird zudem eine Trennung nach VDE 0185-305 empfohlen, um Einkopplungen in Signalnetze zu vermeiden. Die Feuerwiderstandsdauer der Trägeranschlüsse wird aus den Tabellen der DIN 4102-4 abgeleitet und kann durch verzinkte Manschetten erhöht werden.
Instandhaltung, Monitoring und Rückbau
Stahlfundamente unterliegen korrosiven Einflüssen, die in den Expositionsklassen nach DIN EN 1993-5-1 bewertet werden. Für Parkflächen mit Streusalzabtrieb ist die Klasse CX anzusetzen, was eine Zinkschichtdicke von ≥ 100 µm erfordert. Ein magnetinduktives Messverfahren ermöglicht jährliche Schichtdickenkontrollen, ohne Beschichtungen zu beschädigen. Erkennt das Monitoring einen kritischen Materialabtrag, kann die Schraube dank reversibler Verbindung problemlos ersetzt werden. Diese Austauschbarkeit ist besonders für ein Fundament Stadion relevant, da dort Wartungsfenster selten und streng getaktet sind. Beim endgültigen Rückbau genügt ein hydraulischer Gegendreher, der die Schraube ohne Aushub entfernt und das Bodengefüge weitgehend erhält.
Finanzierungsmodelle und steuerliche Aspekte
Die lineare AfA nach § 7 EStG sieht für Stahlgründungen eine Nutzungsdauer von 15 Jahren vor. Betreiber können dadurch höhere jährliche Abschreibungen erzielen als bei Betonfundamenten, die über 25 Jahre laufen. Ergänzend lassen sich Fördertöpfe wie „Bundesförderung effiziente Gebäude – Nichtwohngebäude“ nutzen, sofern der Primärenergiebedarf nachweislich sinkt. Für Erdschrauben Sportbau werden die vermiedenen Betonmengen als CO₂-Äquivalente in die Antragstellung eingebracht, was die Förderquote erhöht. Unternehmen, die einen Schraubfundament Sportplatz zunächst mieten, profitieren von Betriebsausgaben anstelle aktivierter Investitionen und bleiben somit bilanzflexibel.
Fazit
Schraubfundamente bieten geprüfte Tragreserven, erfüllen normative Anforderungen an Umwelt, Brandschutz und Blitzschutz und ermöglichen einen vollständigen Rückbau ohne Bodenversiegelung. Entscheidern eröffnen sich dadurch verkürzte Bauzeiten, steuerliche Vorteile und reduzierte Instandhaltungsrisiken. Für Projekte ab 500 m² Grundfläche empfiehlt sich eine frühzeitige geotechnische Analyse, um Schraubdimension und Korrosionsschutz exakt auf Standort und Lastprofil abzustimmen.
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